Munich Mural

Lee Kern / Klasse Pirici

3. & 4. Jul 26

Marienhof

Munich Mural, 2026 © Foto: Lee Kern

Die Aktion „Munich Mural“ interpretiert die große Lärmschutzwand am Marienhof als modernes Wandgemälde.

Da Vinci, Rivera und jetzt: Das Munich Mural?
In Anspielung auf die politisch und religiös aufgeladene Geschichte der Wandmalerei hinterfragt das Projekt Munich Mural, was das Wandbild am Marienhof den Passant*innen tatsächlich vermittelt. Das 350 Meter lange Rendering kombiniert Stockfotos von fiktionalen Passant*innen mit Fotografien des Marienhofs und soll ein München der Zukunft abbilden. Doch es klaffen Leerstellen auf.

Der Munich Mural Stand bietet Audioguides und Führungen um die neue Sehenswürdigkeit an. Visuelle Nuancen werden unter eine kunstgeschichtliche Lupe genommen. Am Abend können sich Passant*innen auf MP3-Playern eine Vertonung der Lärmschutzwand anhören.

Lee Kern, geboren 2000 in Berlin, lebt und arbeitet in München und Berlin.

Im Rahmen des Public Art München Focus Year und dessen übergreifendem Fokus darauf, wie wir mit unserer Umgebung kommunizieren und interagieren, und der Wiederentdeckung des öffentlichen Raums als Ort vielfältiger Möglichkeiten, schlägt das Rahmenprogramm der Invisible City eine weitere Vertiefung dieser Kernanliegen vor. Fünf junge Künstler*innen – Noremi Calzavara & Marlotte Nugteren, Geumok Oh, Lee Kern, Mariateresa Molino und Carla Vollmers, die alle Teil der Performance-Klasse der Akademie der Bildenden Künste sind oder diese absolviert haben – zeigen individuelle performative Arbeiten in einem von Alexandra Pirici (Künstlerin und Professorin für Performance an der AdBK München) kuratierten Kontext. Ihre Arbeiten offenbaren oder lenken die Aufmerksamkeit auf weniger sichtbare Aspekte und Dynamiken: des öffentlichen Raums und seiner kollektiven Konstruktion, des sozialen Gefüges der Stadt oder sogar der natürlichen Umgebung der Stadt und ihrer Psychogeografie. Verteilt auf verschiedene Orte – Marienplatz, Verkehrsknotenpunkte, die Isar, Kinderspielplätze oder Denkmalstätten – schlagen die performativen Aktionen Unterbrechungen, Rekonstruktionen, subtile Veränderungen oder Abstimmungen in Bezug auf Orte und Körper vor, die sowohl materiell als auch imaginär, sowohl lebendig als auch objektartig sind, und laden uns ein, sie neu zu betrachten.

 

Performances

Freitag, 3. Juli, 16 – 21 Uhr
Ort: Marienhof

Samstag, 4. Juli, 14 – 21 Uhr
Ort: Marienhof

Munich Mural, 2026 © Foto: Lee Kern

Ort

Marienhof

Weinstraße 8
80333 München