In „Die Rendezvous mit (…)“ werden alltägliche Bewegungsströme an Verkehrsknotenpunkten in der Münchner Innenstadt untersucht, wobei der Schwerpunkt auf den U-Bahn-Gleisen der Linien U3/U6 am Marienplatz liegt. Die Performance ist als langsame Schleife konzipiert und wiederholt sich kontinuierlich: Die Darsteller bewegen sich in choreografischen Abläufen durch Rolltreppen, Gänge und Notausgänge.
Das Werk beschäftigt sich mit einer Verschiebung von Zeitlichkeit und Aufmerksamkeit, einer Verlangsamung und einer Neudefinition. Ein Versuch, den Fokus auf sanfte Momente möglicher Begegnung, subtile Kreuzungen fremder Wege und etwas Gemeinsames zu lenken, das oft unbemerkt bleibt.
Carla Vollmers, geboren 1997 in Diez, Deutschland, lebt und arbeitet in München.
Im Rahmen des Public Art München Focus Year und dessen übergreifendem Fokus darauf, wie wir mit unserer Umgebung kommunizieren und interagieren, und der Wiederentdeckung des öffentlichen Raums als Ort vielfältiger Möglichkeiten, schlägt das Rahmenprogramm der Invisible City eine weitere Vertiefung dieser Kernanliegen vor. Fünf junge Künstler*innen – Noremi Calzavara & Marlotte Nugteren, Geumok Oh, Lee Kern, Mariateresa Molino und Carla Vollmers, die alle Teil der Performance-Klasse der Akademie der Bildenden Künste sind oder diese absolviert haben – zeigen individuelle performative Arbeiten in einem von Alexandra Pirici (Künstlerin und Professorin für Performance an der AdBK München) kuratierten Kontext. Ihre Arbeiten offenbaren oder lenken die Aufmerksamkeit auf weniger sichtbare Aspekte und Dynamiken: des öffentlichen Raums und seiner kollektiven Konstruktion, des sozialen Gefüges der Stadt oder sogar der natürlichen Umgebung der Stadt und ihrer Psychogeografie. Verteilt auf verschiedene Orte – Marienplatz, Verkehrsknotenpunkte, die Isar, Kinderspielplätze oder Denkmalstätten – schlagen die performativen Aktionen Unterbrechungen, Rekonstruktionen, subtile Veränderungen oder Abstimmungen in Bezug auf Orte und Körper vor, die sowohl materiell als auch imaginär, sowohl lebendig als auch objektartig sind, und laden uns ein, sie neu zu betrachten.
Performances
Samstag, 16. Mai, 13 – 17 Uhr
Ort: U-Bahnstation Marienplatz – Rolltreppen Sperrgeschoss zur U-Bahn und verspiegelter Gang parallel U3/U6 Richtung Sendlinger Tor
Sonntag, 28. Juni, 14 – 18 Uhr
Ort: U-Bahnstation Marienplatz – Rolltreppen Sperrgeschoss zur U-Bahn und verspiegelter Gang parallel U3/U6 Richtung Sendlinger Tor