„Shifting“ basiert auf den künstlerischen Untersuchungen in Geumok Ohs Diplomarbeit „Dazwischen“. Während sich die Diplomarbeit mit dem begrenzten Verhältnis von Struktur und Bewegung in einem Innenraum auseinandersetzte, erweitert das neue Projekt diese Fragestellung in den offenen, öffentlichen Raum.
Die Performance besteht aus dem wiederholten Stapeln und Abbauen von Holzkisten, wodurch Strukturen innerhalb einer vordefinierten Komposition und festgelegter Regeln entstehen. Dieselben Regeln, wiederholt an unterschiedlichen Orten, erzeugen jeweils eigene Spannungen und Verhältnisse und machen so eine neue Balance zwischen Körper und Raum sichtbar. Auch wenn das visuelle Ergebnis je nach Standort variiert, bleiben die grundlegenden Regeln und Limitationen, die Leistungsformen konsistent.
Geumok Oh, geboren 1990 in Südkorea, lebt und arbeitet in München.
Im Rahmen des Public Art München Focus Year und dessen übergreifendem Fokus darauf, wie wir mit unserer Umgebung kommunizieren und interagieren, und der Wiederentdeckung des öffentlichen Raums als Ort vielfältiger Möglichkeiten, schlägt das Rahmenprogramm der Invisible City eine weitere Vertiefung dieser Kernanliegen vor. Fünf junge Künstler*innen – Noremi Calzavara & Marlotte Nugteren, Geumok Oh, Lee Kern, Mariateresa Molino und Carla Vollmers, die alle Teil der Performance-Klasse der Akademie der Bildenden Künste sind oder diese absolviert haben – zeigen individuelle performative Arbeiten in einem von Alexandra Pirici (Künstlerin und Professorin für Performance an der AdBK München) kuratierten Kontext. Ihre Arbeiten offenbaren oder lenken die Aufmerksamkeit auf weniger sichtbare Aspekte und Dynamiken: des öffentlichen Raums und seiner kollektiven Konstruktion, des sozialen Gefüges der Stadt oder sogar der natürlichen Umgebung der Stadt und ihrer Psychogeografie. Verteilt auf verschiedene Orte – Marienplatz, Verkehrsknotenpunkte, die Isar, Kinderspielplätze oder Denkmalstätten – schlagen die performativen Aktionen Unterbrechungen, Rekonstruktionen, subtile Veränderungen oder Abstimmungen in Bezug auf Orte und Körper vor, die sowohl materiell als auch imaginär, sowohl lebendig als auch objektartig sind, und laden uns ein, sie neu zu betrachten.
Performance
Samstag, 6. Juni, 14 – 19 Uhr
Ort: Park hinter der Alten Pinakothek & Park neben der Pinakothek der Moderne