Schreib-Workshop & Buchpräsentation "Nach:Leben"
Anhand eines Multiple-Choice-Brettspiels bieten Ana de Almeida und Mariel Rodríguez einen spielerischen Einblick in kreative Wege, das Selbst in die Theorie einzuschreiben. Die „Play-and-Write“-Session richtet sich an Künstler*innen, die schreiben und über ihre eigene Position in einem gesellschaftspolitischen Kontext nachdenken möchten.
Im Anschluss an den Workshop stellen die beiden Herausgeberinnen ihr Buch „Standpoint Autotheory: Writing Embodied Experiences and Relational Artistic Practice“ vor, eine Sammlung von Texten von Künstler*innen und Theoretiker*innen, die sich mit radikal selbstreflexiven Forschungsansätzen auseinandersetzen, indem sie verkörperte Erfahrungen in die Theoriebildung einbeziehen.
Ana de Almeida ist eine Künstlerin und Autorin, die zwischen Lissabon und Wien arbeitet. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit archivistischen Methoden, der Schnittstelle zwischen persönlicher und kollektiver Geschichte sowie Erinnerungsprozessen aus einer gesellschaftspolitischen Perspektive. Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darin, informelle Archive zu aktivieren, um über revolutionäres Begehren, die Übertragung von Widerstand und die Herausbildung politischer Subjektivitäten nachzudenken.
Mariel Rodríguez ist eine forschungsbasierte Künstlerin, die sich für dekoloniale künstlerische Methoden, Praktiken des Widerstands, Selbstreflexivität und relationale Forschungsformen interessiert. Ihre künstlerische Praxis und ihre theoretischen Überlegungen sind geprägt von ihrer persönlichen Migrationserfahrung von Mexiko nach Österreich und der damit verbundenen inneren Wandlungen. In ihrer Arbeit untersucht sie Verbindungen zwischen Identitätsbildung und Repräsentation aus einer intersektionalen Perspektive und bewegt sich dabei zwischen verschiedenen Medien und ästhetischen Sprachen.