„Pool People“ beschäftigt sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukunft von Freibädern als Orte demokratischer Aushandlungsprozesse und Vielfalt. Im „Michi“, dem Michaelibad als größtem Münchener Freibad, wird im August 2026 ein dreiteiliges Kunstprojekt zu erleben sein: Eine Performance, eine Unterwasser-Sound-Installation und eine Pool Party.
Künstlerisch wird befragt, für was das im Jahr 1955 eröffnete Bad steht: Wer dreht hier seine Bahnen? Wer springt vom Sprungturm? Wer nimmt hier wem den Liegeplatz weg? Das Bad ist ein Ort, an dem Menschen, an dem Körper, zusammenkommen, sich begegnen und zwischen Pool und Liegewiese über den gemeinsamen Raum verhandeln. Mal still, mal laut, mal mit Blicken, mal mit Gesten.
In die vorangehende künstlerische Recherche fließen sowohl die Auseinandersetzung mit historischen Themen der Münchner Stadtbäder als auch gegenwärtige Aushandlungsprozesse ein, die das Miteinander in den Bädern bestimmen. Archiv-Recherchen, Gespräche mit Historiker*innen und Soziolog*innen werden durch Interviews mit den Badegästen zwischen Rutsche, Sprungturm und Kiosk ergänzt.
Unter der Regie von Christiane Huber treffen in der Eröffnungsperformance Performer*innen, jugendliche Badegäste und Mitglieder aus Münchens Theater-Jugendclubszene zusammen, um zu erzählen, was das Freibad im Sommer 2026 ist, sein kann und vielleicht einmal war.
Für die immersive Sound-Installation unter Wasser untersucht Christiane Huber mit der Komponistin Nadia Botello ausgehend von Interviews mit Badegästen und dem Klang des Bades den auditiven Raum des „Michi“. Die abschließende Pool Party findet ihren Höhepunkt in der Einweihung einer Skulptur des Bildhauers Robert Keil, die im Bad verbleiben soll und zu Interaktion und einer gemeinschaftlichen Nutzung einlädt.
Christiane Huber, geboren 1973, lebt und arbeitet in München.