Nachleben. Eine Spurensuche zu Orten rechter Gewalt und Stimmen der Resilienz

Cana Bilir-Meier

ab 27. JUN 26

Stadtraum München

Drei mobile Straßenschilder stehen in einer belebten Fussgängerzone. Diese erscheint jedoch im Gegensatz zu den Straßenschildern undeutlich im Hintergrund.

Nachleben. Eine Spurensuche zu Orten rechter Gewalt und Stimmen der Resilienz, 2026 © Foto: Team Nachleben

Gemeinsam mit Betroffenen und Überlebenden schafft „Nachleben“ mobile Erinnerungsorte für rechte Gewalt in München.

„Nachleben. Eine Spurensuche zu Orten rechter Gewalt und zu Stimmen der Resilienz“ ist ein Werk der Künstlerin Cana Bilir-Meier in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Chana Boekle und der Grafikerin Silvia Troian, das ab Ende Juni 2026 mehrere Wochen in München zu erleben sein wird.

Die Kunstinstallation besteht aus circa 15–20 Skulpturen in Form von Straßenschildern mit eigens dafür gestalteten Motiven. Diese Erinnerungsschilder werden, nach ausführlichen Gesprächen und Interviews, gemeinsam mit Betroffenen und Überlebenden rechter Gewalt aus München entwickelt.

Sie bringen deren Perspektiven, ihr Erinnern, ihre Resilienz und auch ihre Kämpfe und Forderungen zum Ausdruck.

Für Entwurf und Realisierung einer mobilen Ausstellungsplattform, die ermöglicht, die Schilderskulptur durch den Münchner Stadtraum zu bewegen, wurde das Künstlerkollektiv Guerrilla Architects aus Berlin eingeladen. https://www.guerrillaarchitects.de/.

Das Kunstwerk wird an ca. 10 Tagen an ausgewählten, relevanten Orten im öffentlichen Raum der Stadt aufschlagen. Unter anderem am 20. Juni 2026 zum Gedenken an die rassistische Ermordung des NSU-Opfers Theodoris Boulgarides.

Am 22. Juli 2026, zum 10. Jahrestags des rassistischen und rechten Terroranschlags am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). https://muenchen-erinnern.de/

(Weitere Termine folgen.)

Während der Laufzeit des Kunstprojekts wird ein umfangreiches interdisziplinäres Programm mit Gesprächen, Workshops, Führungen, Performances, Konzerten, Begegnung angeboten.

Beteiligt sind beispielsweise die Initiative München OEZ Erinnern, NSU Watch, Guerilla Architects und das Künstlerinnenkollektiv Grupo de Arte Callejero aus Argentinien, deren Werk Carteles de la Memoria (Straßenschilder des Erinnerns) als Inspiration für Nachleben diente. https://archivogac.ar/

Termine:

Sneak Preview: 20. Juni 2026
Eröffnung: 27. Juni 2026
Laufzeit: 27. Juni ­- 9. August 2026

Cana Bilir-Meier, geboren 1986, lebt und arbeitet in München.

 

Nachleben. Eine Spurensuche zu Orten rechter Gewalt und Stimmen der Resilienz, 2026 © Foto: Team Nachleben
Drei mobile Straßenschilder stehen in einer belebten Fussgängerzone. Diese erscheint jedoch im Gegensatz zu den Straßenschildern undeutlich im Hintergrund.
Nachleben. Eine Spurensuche zu Orten rechter Gewalt und Stimmen der Resilienz, 2026 © Foto: Team Nachleben

Ort

Stadtraum München